Archive for Oktober, 2006

Century Avenue (世纪大道)

Freitag, Oktober 20th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Century Avenue

Century Avenue

Wieder in Lujiazui schlenderte ich die Century Avenue (世纪大道) in der Abenddämmerung entlang. Ein achtspurige Straße, die in einem riesigen Kreisverkehr beim Oriental Pearl Tower endet. Dimensionen typisch für die Pudong New Development Area. Hier reihen sich die glitzernden und hell erleuchteten Glasfassaden aneinander und teure Läden – und Straßenhändler – buhlen um die Gunst der Käufer. Und trotz exorbitant breiter Gehwege muss man sich auch hier, wie überall in Shanghai, vor den Motorrollern in Acht nehmen! ;-) Mein Ziel auf der Century Avenue war das Gebäude mit der Nummer 88, der Jin Mao Tower.

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Maglev (Transrapid – 上海磁浮示范运营线)

Freitag, Oktober 20th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Maglev (Transrapid)

Maglev (Transrapid)

Vom Oriental Pearl Tower ging es dann mit der Metro bis zur Longyang Road Station. Hier befindet sich die städtische Haltestelle des Transrapid, in China besser bekannt als Maglev (上海磁浮示范运营线) oder Xinhu Pearl. Was die dämlichen Deutschen nicht fertigbringen – fahrt doch mal vom Flughafen München zum Hauptbahnhof! – wurde in China im Dreischichtbetrieb von 10.000 Arbeitern in nur 22 Monaten fertiggestellt. Für 80 Yuan für Hin- & Rückfahrt kann man die 30 Kilometer zwischen dem Pudong International Airport und der Longyang Station in knapp 8 Minuten überbrücken. Maximalgeschwindigkeit von 431km/h inklusive. Die Vibrationen während der Fahrt sind dann auch nicht technisch bedingt, sondern entstehen durch Gegen- und Seitenwinde.

Maglev fährt in die Longyang Road Station ein

Maglev fährt in die Longyang Road Station ein

Für knapp 50 Sekunden raßt man also über eine langsam im Sumpf versinkende Strecke durch Vorstädte und über Felder. Der Rest der 8-Minuten-Fahrt wird zum Beschleunigen und Abbremsen benötigt. Ein tolles Erlebnis made in Germany – nicht nur für technikbegeisterte Besucher. Der große Durchbruch des Transrapid steht aber noch aus. Das mag wohl auch daran liegen, dass die Transrapid-Trasse nicht ins Stadtzentrum von Shanghai selbst führt, sondern lediglich an die Stadtgrenze von wo aus man dann mit der U-Bahn oder per Taxi (was wohl nicht immer ratsam ist) weiterfahren muss. Da ist ein Taxi direkt vom Flughafen dann halt nur unwesentlich langsamer. Doch ein Ausbau der Strecke vorbei am künftigen Expogelände die hier 2010 stattfindet und weiter nach Hangzhou (ca. 100km), sowie eine Abzweigung zum alten und immer noch für Inlandsflüge genutzten Flughafen Hongqiao ist immer wieder im Gespräch.

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Shanghai Municipal History Museum

Freitag, Oktober 20th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Shanghai Municipal History Museum

Shanghai Municipal History Museum

Das Shanghai Municipal History Museum befindet sich direkt am Fuß des Oriental Pearl Towers. Die Ausstellung beginnt mit zahlreichen für Shanghai typischen Fortbewegungsmittel. Darunter auch Sänften, diverse Riksha’s und natürlich der berühmt berüchtigte VW Santana. Ein Stockwerk höher geht der Rundgang dann weiter durch diverse Zeitepochen, die Shanghais Aufstieg vom kleinen Piratennest über Baumwollhandel und Flussfährdienste hin zu einer prosperierenden Weltmetropole dokumentieren. Zahlreiche begehbare Modelle und Straßenzüge lassen das alte Shanghai – inklusive Opiumhöhlen und Teehäusern – wieder aufleben. Am Ende gibt es dann noch zahlreiche Modelle von Shanghais bekanntesten Gebäuden und Vierteln.

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Oriental Pearl Tower (东方明珠塔)

Freitag, Oktober 20th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Oriental Pearl Tower

Oriental Pearl Tower

Der Ausgang des Bund Sightseeing Tunnel befindet sich beim Shanghai International Convention Centre und ist somit nur einen kurzen Fußweg vom Oriental Pearl Tower (东方明珠塔), der “Perle des Ostens” entfernt. Der 468 Meter hohe Turm ist der höchste Fernsehturm Asiens und zählt mit seinen 11 von Säulen getragenen Kugeln zu den bekanntesten Wahrzeichen Shanghai’s. Als Inspiration dienten den Architekten des 1995 fertiggestellten Turmes – und damals noch einziges höheres Bauwerk in Pudong – angeblich der Berliner Fernsehturm. Rosarot, wie die erhoffte Zukunft, und abends bunt illuminiert zieht der der Pearl Tower jährlich zwei bis drei Millionen Besucher an, die sich den beeindruckenden Ausblick – selbst bei wolkenverhangenem Himmel wie bei mir :-( – von einer oder allen der drei Aussichtsplattformen nicht entgehen lassen wollen. Doch vor der Fahrt mit einem der Expresslifte heißt es erstmal das richtige Ticket aus immerhin sieben angebotenen zu erwerben. Ticket A für 100 Yuan gewährt den Zutritt zu allen drei Aussichtsplattformen sowie zu dem am Fuß des Turms befindlichen Shanghai Municipal History Museum. Nach einer ungewohnt strengen Sicherheitskontrolle, inkl. Metalldetektor und durchleuchten der Tasche, heißt es dann je nach Besuchszeit und Andrang erst einmal Warten.

Der Bund

Der Bund

Pudong

Pudong

Von der oberen Aussichtsplattform in 350 Metern Höhhe hätte man – klares Wetter vorausgesetzt – einen fantastischen Blick in die Ferne und über Shanghai. Die mittlere Plattform in 263 Metern Höhe gestattet es einem Shanghai etwas genauer zu betrachten, da nicht alles – selbst für Shanghaier Dimensionen – gar so winzig erscheint wie von ganz oben. Die tiefste Aussichtsplattform – immerhin auch noch in 90 Metern Höhe – ist im Gegensatz zu den darüberliegenden nicht verglast, sondern man hat freie Sicht, von der Vergitterung mal abgesehen, auf die zahlreichen Baustellen in Pudong wo neue Hochhäuser wie Pilze in die Höhe schießen oder den Bund auf der gegenüberliegenden Seite des Huangpu.

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The Bund Sightseeing Tunnel

Freitag, Oktober 20th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
The Bund Sightseeing Tunnel

The Bund Sightseeing Tunnel

Billige Lichteffekte gepaart mit einer seltsamen tonalen Untermalung bietet die Fahrt durch den Bund Sightseeing Tunnel. Die Strecke, knappe 647 Meter, überbrückt man in einer führerlosen Kabine – würde ja auch kein Mensch 8, 10 oder 12 Stunden pro Tag aushalten – in einem Schienensystem made in Europe! Das ganze ist schon wieder so schlecht, dass es schon fast wieder Kultcharakter besitzt, und den Chinesen die mit mir in der Kabine waren scheint es gefallen zu haben! 8-) Ärgerlich nur für diejenigen, die auch noch einen Rückfahrschein erworben haben! So kann man wenigstens behaupten die schnellste Verbindung – wenn man nicht anstehen muss – zwischen Puxi und Pudong genutzt zu haben, für stolze 30 Yuan!

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Pudong (浦东) – Riverside Promenade

Donnerstag, Oktober 19th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Pudong - Riverside Promenade

Pudong – Riverside Promenade

Mit der U-Bahn ging es vom ehemaligen französischen Konzessionsviertel wieder Richtung Huangpu zur Haltestelle Middle Henan Road. Von dort aus begab ich mich wieder zum Bund, wo auf Höhe der East Yan’an Road die Fähre nach Pudong an- und ablegt. Der Anleger befindet sich unterhalb der Uferpromenade und der Fahrpreis von 2 Yuan ist gegenüber den Drehkreuzen an den kleinen Kassenhäuschen zu entrichten. Am besten den Schalter nehmen, wo man keinen gestressten Mitarbeiter aus dem Schlaf reißt ;-) .Der Anleger auf Pudongseite befindet sich leicht südlich des Riverside Park und der gleichnamigen Riverside Promenade. Die neuen Wolkenkratzer im Rücken bietet diese 2,5 Kilometer lange Promenade, die mit Cafes – Starbucks ist natürlich obligatorisch -, Bars und Restaurants gesäumt ist, den besten Ausblick auf den Bund mit seinen altehrwürdigen Gebäuden. Hier wird man im Allgemeinen auch nicht von Touristenherden niedergetrampelt, da der “Andrang” hier wesentlich geringer ist, als auf der anderen Uferseite. Das mag aber auch an der großzügigeren Planung und Architektur von Pudong liegen, wo ein einzelner schnell untergeht und vierspurige Straßen quasi aus dem Nichts beginnen!

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French Concession

Donnerstag, Oktober 19th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
French Concession

French Concession

Begibt man sich von Xintiandi weiter Richtung Westen gelangt man zum Fuxing Park. Dieser 1909 von den Franzosen angelegte Park diente den Japanern in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Paradeplatz. Heute sieht man im Schatten der Bäume zahlreiche ältere Leute beim Spaziergang oder ihren TaiChi-Übungen sowie zahlreiche Kinder spielen. Und in ihrer Mitte stehen die Büsten von Karl Marx und Friedrich Engels.
Verlässt man den Park ebenfalls wieder in westlicher Richtung gelangt man letztendlich in die von Bäumen gesäumten Alleen mit ihren im europäischen Stil erbauten Häusern in großen Gärten, die die französische Konzession so überhaupt nicht chinesisch aussehen lässt und ihr dadurch einen einzigartigen Charme verleiht.

Sun Yat-Sens & Soong Ching-Lings ehemaliger Wohnsitz

Sun Yat-Sens & Soong Ching-Lings ehemaliger Wohnsitz

In der Sinan Road kann man sich Sun Yat-Sen’s ehemaligen Wohnsitz ansehen. Sun Yat-Sen wird als Gründer des modernen China verehrt. War er doch Mitgründer der Kuomintang und der erste provisorische Präsident der Republik China. Seine Frau, Soong Ching-Ling – die Mittlere der der drei einflussreichen Soong-Schwestern, “die die ihr Land liebte” – lebte nach Sun Yat-Sen’s Tod 1925 noch bis in das Jahr 1937 in diesem Haus. Im Eintrittspreis von 8 Yuan ist auch eine Führung durch das Haus enthalten. Allerdings sind die zu tragenden Stoffüberziehschuhe in Kombination mit den Parkettböden eine gefährliche Mischung! ;-)
Das Haus von Zhou Enlai – einem wichtigen Führer der Kommunistischen Partei – befindet sich ebenfalls in der Sinan Road und ist für Besucher geöffnet.

Dongping Road, No. 9

Dongping Road, No. 9

Im Schatten der Bäume schlenderte ich weiter westwärts über die Central Fuxing Road, die Fenyang Road und Taiyuan Road. Hier ist wenig von der Hektik zu spüren, die sonst in ganz Shanghai herrscht und es ist noch möglich mit dem Fahrrad zu fahren, was in den geschäftigeren Gegenden schon fast einem Todeswunsch gleich käme! An der Kreuzung Taojiang Road / Yueyang Road steht eine Statue von Pushkin, die zu dessen Todestag 1937 von Shanghai’s Weiß-Russen errichtet wurde. In der Dongping Road No. 9 ist dann schließlich Chiang Kai-Shek’s Domizil zu bestaunen, der übrigens mit Soong May-Ling, “die die Macht liebte” – der jüngsten der Soong-Schwestern – verheiratet war. Später wurde das Haus von Mao’s vierter Ehefrau Jiang Qing bewohnt.

Lyceum Theatre

Lyceum Theatre

In der Hengshan Road nahm ich dann die U-Bahn um Richtung Stadtmitte bis zur South Shaanxi Road (2 Stationen) zu fahren. Richtung Norden auf der South Maoming Road kommt man dann an dem imposanten Okura Garden Hotel Shanghai vorbei. An der Kreuzung zur Changle Road steht das 1931 errichtete Lyceum Theatre. In der South Shaanxi Road No. 30 findet man dann die Moller Villa, die heute ein Hotel beherbergt. In den 30er Jahren von dem Schweden Eric Moller errichtet gehört das Gebäude mit seinen gotischen Türmchen zu den schönsten Gebäuden die in dieser Epoche in Shanghai errichtet wurden. Leider war das Hotel während meines Aufenthalts wegen Umbauarbeiten geschlossen.
Über die North Xiangyang Road gelangte ich dann wieder zur Central Huaihai Road, an der sich ein Kaufhaus an das nächste reiht und auf der man ähnlich wie auf der Nanjing Road permanent angesprochen wird.

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Xintiandi (新天地)

Donnerstag, Oktober 19th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Xintiandi

Xintiandi

Wenn man die romantisierte Atmosphäre des alten Shanghai erleben möchte, dann gibt es nur einen Ort: Xintiandi (新天地).
Xintiandi ist ein komplett renovierter Straßenblock aus engen Gassen und den für das alte Shanghai typischen Shikumen Häusern, die heute hauptsächlich Cafe’s und Restaurants beherbergen und Xintiandi zu einem der gefragtesten Unterhaltungsbezirke Shanghais machen.
Das Shikumen Open House Museum (20 Yuan Eintritt) bietet einen Einblick, wie diese Häuser damals eingerichtet waren, und wie mehrere Generationen einer Familie plus Untermieter Anfang des 20. Jahrhunderts unter einem gemeinsamen Dach gelebt haben. Die liebevolle Ausstattung mit Möbeln, Hausrat und sonstigen Gegenständen dieses 10 Zimmer umfassenden Museums ist sehenswert. Einer weitere Ausstellung im oberen Stockwerk zeigt Bilder aus der damaligen Zeit und schildert anhand von Zahlen und Fakten die Entwicklung dieser speziellen “Steintor”-Häuser.

1st National Congress of the CCP

1st National Congress of the CCP

Ebenfalls in Xintiandi ist für 3 Yuan der heilige Schrein aller chinesischen Kommunisten zu besichtigen: The Site of the 1st National Congress of the CCP. Hier trafen sich 1921 13 Delegierte der kommunistischen Partei Chinas – darunter Mao Zedong – zu ihrem ersten Kongress, um das zentrale Führungsgremium zu wählen und die Gründung der KP zu proklamieren. Zahlreiche Dokumente, Gegenstände und einige Fotografien dokumentieren dieses Ereignis.
Nördlich davon, in der Taicang Road ist unter der Nummer 127 ein altes Steinhaus zu sehen, in dem Mao und weitere Delegierte während des Kongresses – in einem Mädchenschlafsaal – übernachteten.

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The Devil rides VW Santana!

Mittwoch, Oktober 18th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
VW Santana Taxi

VW Santana Taxi

Zügiges Fahren ist ja eine Sache, aber was in Shanghai in Punkto Verkehr abgeht spottet jeglicher Beschreibung. Ampeln – insbesondere rote – dienen hier mehr oder weniger nur zur Beleuchtung einer Kreuzung denn zur Regelung des Verkehrsflusses. Der Wechsel von vier Spuren auf einmal ist nicht die Ausnahme sondern die Regel. Vom Rechts überholen ganz zu schweigen. Insbesondere die zahlreichen Taxis, die fast ausnahmslos vom Typ VW Santana sind, stellen den natürlichen Feind eines jeden Fußgängers in Shanghai dar! Zum Artenschutz setzt die Stadt Shanghai Verkehrslotsen ein – teilweise sogar vier bis fünf pro Kreuzung -, die sich bewaffnet mit Trillerpfeife und Warnweste in ihrer grünen Uniform todesmutig in den Verkehr werfen und dabei neben motorisierten Verkehrsteilnehmern genauso Passanten mit Pfiffen zurechtweisen die meinen bereits vor der Grünphase eine Straße überqueren zu müssen. All dies in der Hoffnung den Shanghaiern bis zur Expo 2010 ein Mindestmaß an Verkehrssicherheit beizubringen.

Und nur weil man sich auf einem Fußweg oder Gehsteig befindet heißt dies nicht automatisch, dass einem keine Fahrzeuge mehr entgegen kommen oder von hinten anhupen und/oder an einem vorbeirauschen. Autos sind auf Gehsteigen zwar seltener anzutreffen – zumindest fahrend – allerdings muss man sich immer noch gehörig vor Motorrollern und Fahrrädern in Acht nehmen. Und so dient ein Gehsteig auch nicht als Fußweg sondern in erster Linie als Parkplatz für eben jene Zweiräder – des Öfteren sogar mit “Parkplatz”-Wächter und Einweiser! So ist es auch nicht verwunderlich, dass für manch einen schon eine einfache Luftpumpe die Grundlage für ein eigenes Geschäft ist!

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Confucian Temple

Mittwoch, Oktober 18th, 2006 | Shanghai (2006), Urlaub | Keine Kommentare
Confucian Temple

Confucian Temple

Um wieder etwas zur Ruhe zu kommen bietet sich ein Besuch im 1855 errichteten und kürzlich renovierten Confucian Temple in der Wenmiao Road an (Eintritt: 10 Yuan). Rechts neben dem Eingang gibt es einen kleinen aber wunderschönen Garten mit einem Teich in der Mitte, der zum Verweilen einlädt.
In den zahlreichen Hallen des Tempels sind oftmals Ausstellungen zu klassischer chinesischer Kunst und Kultur zu bestaunen. Während meines Besuches gab es hier zahlreiche Holzschnitzereien aus ganz China zu sehen. Immer wieder Sonntag findet hier auch ein beliebter Büchermarkt statt!

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